Weltweit beherrscht das sogenannte Coronavirus die Berichterstattung. Allerdings kursieren nicht nur Fakten zur Aufklärung, sondern auch allerhand Halb- und Unwahrheiten. Wir haben daher zusammengefasst was man zu Coronaviren, Ansteckung und Vorsorge wissen sollte

Die Coronaviren-Erkrankung, von der WHO CONVID-19 betitelt, basiert auf einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2. Die Folgen variieren von einer leichten Erkältung, über eine schwere Lungenentzündung bis hin zum Tod. Je angeschlagener das Immunsystem eines Erkrankten ist, desto schwerwiegender können die Auswirkungen durch das Virus auf den Körper sein. Vorsicht ist also v.a. für jene Personen geboten, die bereits eine Vorerkrankung (Herz-, Krebs-, oder Immunerkrankung) haben.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die genaue Gefährlichkeit, die von CONVID-19 ausgeht, ist noch nicht bekannt. Im direkten Vergleich mit den letzten größeren Erregern, ist die Erkrankung aber weniger gefährlich: MERS hatte eine Sterblichkeit von 30% und SARS von 10% als Folge. Derzeit gilt für das Coronavirus eine Sterblichkeit von 3%. In Österreich gibt es nur wenige Todesopfer in Folge des Coronavirus. Zum Vergleich: die Grippe (Influenza) fordert jährlich mehr als 1.000 Tote (Quelle: AGES).

Wie kann man sich anstecken?

Das Virus kann nicht nur via Tröpfcheninfektion (z.B. über Husten) von Mensch zu Mensch übertragen werden. Neben den Sekreten des Atmungstraktes kann eine Ansteckung auch über Ausscheidungen (Harn, Stuhl) oder Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit) erfolgen.

Ist ein Mundschutz hilfreich?

Mundschutzmasken sind kein ausreichender Schutz gegen Viren, die über die Luft übertragen werden. Eine infizierte Person könnte beim Husten z.B. auch kleine Tröpfchen in ein Auge eines gesunden Menschen befördern. Masken helfen aber, eine Weiterverbreitung des Virus einzudämmen, da Spritzer aus dem Mund abgefangen werden. Es ist also sinnvoller, dass erkrankte Personen Masken tragen, gesunden helfen sie nur bedingt.

Mundschutzmasken helfen beim Coronavirus nur bedingt

Schutzmasken über Nase und Mund helfen beim Coronavirus nur bedingt.

Was schützt also vor den Viren?

Regelmäßiges Händewaschen (mit Seife) und Desinfizieren der Hände mit geeigneten Desinfektionsmittel wird empfohlen. Daneben sollte man zum Niesen oder Husten nur Einmaltaschentücher verwenden und diese umgehend entsorgen (nicht in die Hände niesen). Der direkte Kontakt zu erkrankten Menschen soll unbedingt vermieden werden.

Wie schützt man sich und andere vor der Ansteckung?

Als oberstes Gebot gilt häufigeres Händewaschen (mind. 20-30 Sekunden) mit Seife. Dies sorgt dafür, dass Viren nicht übertragen werden können. Daneben sollte man auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten. Begrüßungen funktionieren auch ohne Körperkontakt. Um ältere Personen zu schützen, soll auch auf Besuche verzichtet werden. Nur zur Versorgung (mit Lebensmitteln oder Medikamenten) sollen Besuche gemacht werden.

Was rät die österreichische Bundesregierung derzeit?

Reduzieren Sie soziale Kontakte auf ein Minimum. Das bedeutet, nur zur Arbeit gehen, wenn man dringend muss (Laptop für das Home Office holen, wichtige Unterlage, etc.). Einkäufe (Lebensmittel, Medikamente, Futter) werden weiterhin wie gewohnt möglich sein. Achten Sie aber auch dabei, Abstand und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Besuchen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte nur, wenn dies zur (gesundheitlichen) Versorgung notwendig ist. Sie Schützen sich und andere damit, wenn Sie die Kontakte derzeit reduzieren!

Maßnahmen gegen das Coronavirus

Die österr. Bundesregierung hat zu diesen Maßnahmen aufgerufen (Quelle: BMDW).

Was sind die Symptome des Coronavirus?

Bei den meisten Infizierten äußert sich die Erkrankung asymptomatisch. Anzeichen für eine Erkrankung durch das Coronavirus sind meist mild (Symptome einer Erkältung). Es können aber auch Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden auftreten. Bei schwererem Verlauf kann es auch zu einer Lungenentzündung kommen.

Was tun, wenn ein Verdacht auf Erkrankung vorliegt?

Treten Symptome auf, die zum Coronavirus passen, und war die Person kürzlich in China, Italien oder einer Region, in der das Virus gehäuft auftauchte, so sollte eine Abklärung erfolgen. Wichtig ist, nicht selbst zum Arzt oder in ein Krankenhaus zu gehen, sondern in Österreich die telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 anzurufen. Alternativ gibt es eine eigene Coronavirus-Infoline unter der Nummer 0800 555 621.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der AGES  und auf oesterreich.gv.at.

Quelle: AGES

Autor: Lukas Winter
Bilder: Adobe Stock

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